Was verstehen wir unter dem Begriff “Markt”?

Kurstafel

Der Begriff Markt kennen sie natürlich. In vielen Städten findet der meist Sonnabends auf festgelegten Plätzen, meist mit Frischwaren privater Personen statt.

Markt bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach einem ökonomischen Gut (z.B. einer Ware (Gemüse) oder Dienstleistung). Eine Aktie ist auch ein ökonomisches Gut bzw. eine Ware die gehandelt wird. Wenn wir Aktien handeln, sind wir also am Aktienmarkt aktiv. Die Summe aller Aktien der Welt würde ich als den Gesamtmarkt benennen.

Dieser Gesamtmarkt wird aufgesplittet in viele regionale Märkte. Der heute wichtigste ist der US Markt. Dann gibt es noch wichtige Regionalmärkte wie Europa oder Asien.
Natürlich gibt es in den großen Wirtschaftsnationen auch einen nationalen Markt. In Deutschland also den deutschen Markt.

Um die Bewegungen am Markt besser darstellen zu können, kategorisiert man diesen in verschiedene Indizes. Das kann neben der Einordnung nach Unternehmensgröße auch eine Einornung nach Branchen sein.
So ist der wohl jedem bekannte DAX (Deutscher Aktienindex) ein Korb mit den stärksten deutschen Aktien. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland.

In den USA sind die 30 größten Unternehmen des Landes im Dow-Jones-Index zusammengefasst. Als Beispiel für einen regionalen Index sei hier der EURO STOXX 50 genannt. Das ist ein Aktienindex, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt.

 

Zur Übersicht eine Tabelle mit einigen wichtigen Indizes:
Index Beschreibung
MSCI World Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern widerspiegelt. Er gilt als einer der wichtigsten Aktienindizes weltweit und wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben. Die einzelnen Aktiengesellschaften darin werden nach ihrer jeweiligen Marktkapitalisierung gewichtet.
EURO STOXX 50 Der EURO STOXX 50 ist ein Aktienindex, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt. Er gilt als eines der führenden Börsenbarometer Europas. Zu unterscheiden ist er vom STOXX Europe 50, der auch europäische Unternehmen außerhalb der Eurozone enthält.
Dow Jones Industrial Average Der Dow Jones Industrial Average (kurz Dow Jones) ist einer von mehreren Aktienindizes, die von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones, Charles Dow (1851–1902) und Edward Jones (1856–1920), im Jahre 1884 geschaffen wurden.  Der Dow-Jones-Index an der New York Stock Exchange (NYSE) setzt sich heute aus 30 der größten US-Unternehmen zusammen.
S&P 500 Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Aktienindex, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Der S&P 500 ist nach der Marktkapitalisierung gewichtet und gehört zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt.
Russell 2000 Der Russell 2000 ist ein weltweit beachteter Aktienindex für Nebenwerte (Small Caps). In ihm sind die 2000 kleinsten nach Marktkapitalisierung gewichteten US-Unternehmen des Russell 3000 gelistet.
DAX Der DAX ist der bedeutendste deutsche Aktienindex. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten und (bezogen auf die Streubesitz-Marktkapitalisierung) liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland. Der Index ist ein Produkt und eingetragene Wortmarke und Bildmarke der Deutschen Börse AG, deren Aktien selbst im DAX enthalten sind.
MDAX Der MDAX (abgeleitet von Mid-Cap-DAX – Mid Cap steht für mittelgroße Unternehmen) ist ein deutscher Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 60 größten Unternehmen der klassischen Branchen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die DAX-Unternehmen folgen.
TecDAX Der TecDAX ist ein deutscher Aktienindex und wurde am 24. März 2003 eingeführt. Im TecDAX sind 30 der größten sogenannten „Technologiewerte“ in Bezug auf die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und die Börsenumsätze gelistet.
Nikkei 225 Der Nikkei 225 ist der japanische Leitindex und der bedeutendste Aktienindex Asiens. Er ist einer von mehreren Indizes der Zeitung Nihon Keizai Shimbun (Nikkei) zur Messung der Entwicklung an der Tokioter Börse und basiert auf Kursen von 225 dort gehandelten Aktiengesellschaften.
FTSE 100 Der FTSE 100 Index (umgangssprachlich: Footsie) ist der wichtigste britische Aktienindex. Die Abkürzung FTSE steht für Financial Times Stock Exchange. Der FTSE 100 zeichnet die zusammengefasste Kursentwicklung der 100 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der London Stock Exchange nach. Er bildet damit das Marktsegment der britischen Standardwerte ab und ist der Leitindex für den britischen Aktienmarkt. Er wird von der FTSE Group ermittelt, die aus einem Joint Venture der Londoner Börse mit der Financial Times hervorging.

Anbieterwechsel DSL geklappt (fast)

Router

Ebenfalls aus Spargründen habe ich mich schon im Frühjahr dazu entschlossen meinen Telefon-Anbieter zu wechseln. Heute war der Umschalttermin und wie man an meinem Beitrag sehen kann, hat der Wechsel im Wesentlichen geklappt. Kleiner Makel; die mitgenommenen Nummern wurden noch nicht konnektiert.

Warum bin ich gewechselt?

Ich war bei Vodafone und bin zu 1und1 gewechselt. Dabei war ich schon bei Vodafone, da wurde das Netz noch von Arcor betrieben. Ich war im großen und ganzen auch mit Vodafone zufrieden. Womit ich nicht zufrieden war, ist der Umgang mit seinen treuen Kunden. Als Neukunde konnte man sich fast kontinuierlich auf irgendwelche Angebote und Boni freuen. Ihre Bestandskunden wurden meist Stiefmütterlich behandelt.

Ich denke, bei 1&1 wird es dann ähnlich laufen. Jetzt nutze ich aber auch mal den Neukundenbonus. Ich verringere für ein Jahr meine monatlichen Kosten von fast 35 Euro auf 22 Euro. Das sind immerhin 150 Euro für das Jahr. Dazu steigert sich meine Bandbreite von 16000 kbit/s auf 50000 kbit/s. Dazu kommt noch eine Handyflat mit 1 GB Highspeed-Datenvolumen, die ich als Zweitkarte in meinem Handy nutzen werde.

Heute frage ich mich, warum ich nicht schon eher gewechselt bin. Ja und eventuell schaue ich in zwei Jahren, was die Telekom so an Neukunden verteilt.

Die Netzqualität wird sich eher nicht verändern, weil hier sowohl Vodafone als auch 1&1 das Netz der Telekom anmieten müssen.

Fazit:

Wer sich alle zwei Jahre darum kümmert, welche Anbieter gerade attraktive Leistungen haben, kann viel Geld sparen. Der Antrag dauert nicht lange und die Technik neu einrichten ist auch kein Hexenwerk.

Besser suchen mit Vergleichsportalen:

Wer sich die Arbeit mit dem Vergleichen nicht machen möchte, geht einfach zu den bekannten Portalen Check24 oder Verivox. Dort kann man die Angebote nach seinen Wünschen filtern. Ich habe aber festgestellt, dass nicht alle Tarife in der Datenbank stehen.

Sparen durch Cashback bei seiner Bank

Ein Cashback-System (englisch cash back, wörtlich „Bargeld zurück“ oder „Geld zurück“) ist ein Bonusprogramm, das sich von klassischen Bonusprogrammen wie DeutschlandCard und Payback unterscheidet. Dem Kunden wird der Bonus direkt als Geldbetrag ausgewiesen. So kann er einfacher sehen, wie viel Ersparnis das Cashback-System je Einkauf gebracht hat.

Cashback Portale gibt es einige auf dem deutschen Markt. So findet man Anbieter wie Shoop, Sorgenlos oder auch Getmore. Alles tolle Portale, bei denen man sich nur anmelden muss und schon kann man die Boni kassieren. Einen Nachteil haben wohl die meisten dieser Portale – sie haben oft hohe Auszahlhürden. Bei Sorgenlos sind es zum Beispiel 20 Euro. Da braucht man schon einige große Einkäufe, um das Konto zu füllen.

Seit wenigen Wochen nutze ich ein, wie ich finde, besseres Angebot. Meine Online-Bank, bei der ich schon zu Zeiten der Neuen-Markt-Blase Aktien gehandelt habe, bietet mir diese Alternative – die Comdirect Bank. *)

Also, wer mit Aktien, ETFs oder anderen Wertpapieren handeln möchte, benötigt ohnehin einen Broker. Warum nicht ein Depot beim Testsieger? Mit diesem Angebot hat die Comdirect*) einen Pluspunkt mehr auf der comdirectHabenseite.

Die Bank schreibt dazu:

Mit dem comdirect Bonus-Sparen ist der Einstieg in die Wertpapieranlage ganz einfach und schon mit kleinen Beträgen möglich: Sie können für jeden Einkauf und jede Reisebuchung bei unseren Online-Partnershops einen Bonus erhalten – und wir legen die gesammelten Gutschriften für Sie in einen Fonds an. So macht Sparen richtig Spaß.

  • Lieblingsshops für jeden Ihrer Wünsche: Sammeln Sie Ihre Boni bei aktuell über 800 namhaften Online-Partnern.
  • Von jedem Einkauf profitieren: Sichern Sie sich bei jedem Einkauf und jeder gebuchten Reise bis zu 20 % Bonus
  • Bequeme Geldanlage: Wir legen Ihre Gutschriften automatisch für Sie im Indexfonds ComStage Vermögensstrategie (WKN ETF701) an
  • Kostenlos: Für die Teilnahme am Bonus-Sparen zahlen Sie nichts

Bei den 800 Shops sind wirklich (fast) alle großen Shops, bei denen man Geld lassen kann dabei. Leider ist Amazon nicht mit im Boot, wo viele gern einkaufen würden. Aber mit Ebay, Otto, Saturn, MediaMarkt usw. und den großen Vergleichsportalen Verivox und Check24 bleiben kaum Wünsche offen.

Praktisch sieht das aus eigener Erfahrung so aus.

Ich kaufe bei CONRAD ein kleines Teil für 4,28 € und bekomme 0,18 € gutgeschrieben. Das sind über 4% vom Einkauf zurück. Wenn CONRAD den Kauf bestätigt hat, wird der Betrag freigegeben und meinem Konto gutgeschrieben. Sind dann mindesten 10 Euro aufgelaufen, werden Anteile vom ETF701 in das Depot gebucht. Das Gute daran ist, es fallen keine Ordergebühren an. So baut man sich ein Vermögen auf, aus Dingen, die man ohnehin gekauft hätte.

Reiseanbieter sind auch im Bonuspool. Da für den Jahresurlaub schnell mal ein Tausender und mehr zusammenkommen, ist der Bonus auch dementsprechend.

Gelegenheiten gibt es viele. Jetzt zum Jahresende werden wieder die KFZ-Versicherungen fällig. Wenn die Gesellschaften ihre Preise erhöhen, ist eine gute Gelegenheit zum Wechseln.

Oder wie ich schon in einem Beitrag geschrieben habe, sollten meine Stromkosten um 26 Prozent steigen. Bei Check24 einen günstigeren Anbieter gesucht und noch fast 15 Euro Bonus eingestrichen.

Ich kaufe Online nur noch mit Bonus. Geld, das man einfach nur aufsammeln muss.

 

Wie verdiene ich Geld mit Aktien?

Aktiengewinn
Warum investiere ich in Aktien?

Ich will mich als Mitbesitzer eines großen Unternehmens fühlen, kann ein Grund sein. Die aller allermeisten möchten aber aus ihrem Investment einen Gewinn erzielen.
Bei Aktien gibt es dafür zwei Möglichkeiten: So verdiene ich an dem Wertzuwachs des Unternehmens oder an den ausgeschütteten Dividenden.

Wertzuwachs

Ziel eines jeden Kaufmannes ist es, billig einzukaufen und teurer wieder zu verkaufen. Genau so ist es bei Aktien. Man versucht eine Aktie günstig zu erwerben, um sie später möglichst viel teurer wieder zu verkaufen.
Dabei ist die Zeit, wie lange man im Besitz einer Aktie bleibt sehr unterschiedlich. Ist man nur innerhalb kurzer Zeit in einer Aktie investiert, nennt man das traden. Trader halten ihre Aktien oft nur wenige Tage oder auch nur Stunden. Tradern ist dabei oft nicht so wichtig, ob die Aktie gerade günstig ist. Gut laufende Aktien kauft man auch teuer, um die Papiere noch teurer zu verkaufen.
Menschen, die Aktien für einen längeren Zeitraum kaufen, bezeichnet man im allgemeinen als Investoren. Sie geben der Aktie mehr Zeit sich positiv zu entwickeln.

Dividenden

Als Aktienbesitzer möchte ich an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden. Junge Unternehmen stecken ihre Gewinne aber meist in die Firmenentwicklung, um noch mehr Gewinne zu erwirtschaften. Dann sollte sich das hoffentlich in einem wachsenden Aktienkurs niederschlagen. Eine so bekannte Firma wie AMAZON zahlt bis heute keine Dividende, weil sie jeden Dollar in die Expansion steckt. Die Aktionäre wurden aber mit einer rasanten Kursentwicklung belohnt.

Ob eine Firma Dividenden zahlt, wird in der jährlichen Hauptversammlung beschlossen. Der Vorstand und Aufsichtsrat macht dazu den entsprechenden Vorschlag. Sie machen auch den Vorschlag zur Höhe der Gewinnausschüttung. Bei den meisten Aktiengesellschaften wird die festgelegte Dividende am nächste Tag an die Aktienbesitzer ausgezahlt. In Deutschland ist in der Regel dividendenberechtigt, wer am Tag der Hauptversammlung die Aktien besitzt.

Während in Deutschland die jährliche Dividende gebräuchlich ist, dominiert in den USA hingegen die Quartalsdividende. Es gibt aber auch Unternehmen, die ihre Aktionäre monatlich mit einer Dividende erfreuen. Das ist dann wie ein monatliches Gehalt auf dem Konto.

Trader schauen in der Regel nicht auf die Dividende aber Investoren lieben gute Dividendenzahler, die idealerweise diese noch jedes Jahr steigern. Viele Amerikaner haben mit diesen Dividendenaristokraten ihre Altersvorsorge aufgebaut. Das braucht verlässliche Dividendenzahler.

Der Gesamtgewinn

Der Betrag, der sich aus den Dividenden und dem Kursgewinn errechnet, ist der Gesamtgewinn.

Als Beispiel:

Sie halten eine Aktie über zehn Jahre. Diese haben sie zu einem Kurs von 100 Euro erworben. Da sie 10000 Euro Kapital hatten, konnten sie 100 Stück kaufen. Nach zehn Jahren steht der Kurs bei 150 Euro.
Ihr Endkapital ist somit 15000 Euro. Das ist eine jährliche Rendite von ca 4,1 Prozent/Jahr. Solide aber nicht übermäßig. Der DAX – auch kein Hochprozenter – schaffte ca. 8,8 Prozent. Der Dow Jones lag über 10 Prozent/Jahr im Durchschnitt.
Dazu zahlte das Unternehmen eine Dividende von 3 Euro pro Aktie und Jahr, die der Einfachheit halber nie erhöht wurde. Das ergibt nach 10 Jahren: 100 Aktien X 3 Euro X 10 Jahre =  3000 Euro.
Damit erzielten sie einen Gesamtgewinn von 8000 Euro, was eine Rendite von ca. 6 Prozent ergibt.

Das Ergebnis kann durch das Reinvestieren der Dividenden noch gesteigert werden. So entsteht ein Zinseszins-Effekt, über den wir später sprechen werden.

Welche Aktien gibt es?

Kursliste

Es ist leider so. Aktie ist nicht gleich Aktie. Und nicht genug, dass es verschiedene Arten an Aktien gibt, man kann diese Arten dann noch miteinader kombinieren. Aber der Reihe nach.

Wir haben gelernt Aktien sind Anteile an Unternehmen. Man könnte nun denken, die Aktien eines Unternehmens sind gleich. Die Praxis bietet uns aber verschiedene Arten an.

Grob kann man diese wie folgt kategorisieren:

  • nach dem Stimmrecht des Aktionärs
  • nach der Übertragbarkeit der Aktien
  • nach dem Alter der Aktie
  • nach der Anteilsform
Stimmrecht bei Stammaktie oder Vorzugsaktie

Wenn man über Stamm- oder Vorzugsaktien spricht geht es vor allem um die unterschiedlichen Stimmrechtsoptionen. Jede Stammaktie (engl. voting share oder common stock) verbrieft das Recht eines Aktionärs auf Abstimmung bei den Hauptversammlungen des Unternehmens. Dabei ist jeder Stammaktie genau eine Stimme zugeordnet.

Das Gegenstück zu einer Stammaktie ist die Vorzugsaktie. Besitzer von Vorzugsaktien haben kein Stimmrecht. Zum Ausgleich des fehlenden Stimmrechts, werden diese Aktionäre mit anderen Vorzügen belohnt. Das kann zum Beispiel durch eine höhere Dividende geschehen.

Inhaberaktien und Namensaktien

Wer bei seinem Broker eine Aktie kauft, erhält in der Regel eine Inhaberaktie. Diese kann man jederzeit kaufen oder verkaufen. Das Unternehmen bekommt von dem Handel nichts mit, da die Abwicklung an der Börse passiert. Das Unternehmen hat demzufolge auch keine Arbeitsaufwand beim Handel mit diesen Aktien.
Inhaberaktien haben aber für das Unternehmen einen entscheidenden Nachteil: Das Unternehmen weiß nicht, wer die Aktionäre sind und wer von wem wieviele Anteile kauft. Somit kann das Unternehmen nicht erkennen, wie die Struktur der Aktiomäre ist.

Bei Namensaktien ist das anders. Bei Namensaktien gilt nur derjenige als Aktionär, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Nur der im Aktienregister eingetragene und somit registrierte Aktionär gilt deshalb gegenüber der Gesellschaft als (stimm- und dividendenberechtigter) Aktieninhaber. Durch Börsengeschäfte beteiligte Kreditinstitute sind verpflichtet, die zum Aktienregister erforderlichen Angaben der Aktiengesellschaft zu übermitteln.
So hat das Unternehmen immer die Übersicht über die Aktionärsstruktur und kann auf ungewollte Veränderungen reagieren.

Eine weitere Verschärfung ist die vinkulierten Namensaktie. Hier wird das Unternehmen nicht nur über Aktien-Transaktion informiert, sondern muss dieser auch zustimmen. Damit wird die ohnehin geringe Verkehrsfähigkeit von Namensaktien weiter eingeschränkt. Namensaktien werden vinkuliert, wenn unerwünschte Aktionäre (etwa Konkurrenten oder außerhalb der Familie befindliche Personen) vom Kauf der Aktien von vornherein ausgeschlossen werden sollen.

Junge Aktien und alte Aktien

Bei der Unterscheidung in alte und junge Aktien handelt es sich um eine Bewertung nach Ausgabezeitpunkt des Anteischeins.
Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, ist festgelegt wieviele Aktien und zu welchem Kurs diese ausgegeben werden. Als jungen Aktien definiert der Markt die Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung von einer Aktiengesellschaft emittiert werden. Das führt dazu, dass der Anteil, den Altaktionäre an dem Unternehmen haben, schrumpft. Um diesem Problem entgegen zu wirken, kann das Unternehmen den Besitzern der alten Aktien junge Aktien zum Vorzugspreis anbieten.
Durch die Kapitalerhöhung und die Ausgabe weiterer Aktien schrumpft natürlich der Gewinn pro Aktie. Daher ist klar, das Aktionäre einer Kapitalerhöhung immer skeptisch gegenüber stehen.

Nennwertaktien und Stückaktien

Bei Nennwertaktien hat jeder Aktienanteil ein bestimmten Nennwert, der den Anteil am Grundkapital des Unternehmens angibt. Nennwertaktien können zu völlig unterschiedlichen Nennbeträgen emittieren werden. So kann es sein, dass ein Aktionär mit einer Aktie mit Nennwert 100€ den größeren Anteil besitzt als ein Aktionär mit zehn Aktien, weil seine Aktien nur einen Nennwert von 1€ besitzen.

Heutzutage dominiert aber die Stückaktie. Man kann sie häufig am Kürzel „o.N.“ (ohne Nennwert) im Namen des Wertpapiers erkennen. Stückaktien bilden alle einen gleichen Anteil einer Gesellschaft ab.

Wie oben schon angekündigt kann man diese verschiedenen Aktienarten auch miteinander kombinieren. So kann ein Unternehmen zum Beispiel Stammaktien als Namensaktien ausgeben und die Vorzugsaktien als Inhaberaktien. So erfährt das Unternehmen, wer Stimmrecht erworben hat und ermöglicht allen, die nur an dem Erfolg der Aktie teilhaben möchten, das einfache Handeln.

Abschließend wird für den Privatanleger nur die Unterscheidung zwischen Stamm- und Vorzugsaktie interessant sein, da die anderen Arten in der Regel keine große Rolle spielen.