Den besten Broker für meine Anlageziele finden

Welt der Aktien

Eines gleich vorweg – DEN besten Broker gibt es nicht. Der Beitrag soll es dir aber ermöglichen, den für dich Besten zu finden.

Ein Depotkonto, auch Wertpapierdepot oder Aktiendepot genannt, ist nichts anderes als ein spezielles Bankkonto, auf dem die Wertpapiere des Kontobesitzers ihren Platz finden. Von hier aus werden auch die Wertpapierkäufe und -verkäufe abgewickelt.

Bevor du auf die Suche nach einem geeigneten Broker gehst, solltest du deine Anlageziele möglicht genau definieren. Dazu gehört:

  • welche Wertpapiere möchte ich überhaupt handeln
  • bleibe ich beim Handeln in Deutschland oder möchte ich an internationalen Börsen handeln
  • wie viele Trades werde ich in der Regel machen. Die Spanne vom Investor bis zum Daytrader ist schon sehr groß.
  • kann ich mein Geld in Sparplänen anlegen?
  • mit welchem Kapital kann ich handeln? Einige Broker haben Mindestbeträge.
  • habe ich genügend Wissen für den geplanten Wertpapierhandel. Je geringer die Risikoklasse um so weniger Wertpapier-Klassen darf ich handeln

Wenn das Anforderungsgerüst steht, kannst du nach günstigen Brokern suchen. Dabei sollte man nicht nur nach dem Billigsten schauen. Du musst mit der Technik zurecht kommen. Viele Broker nutzen dazu spezielle Software.

Wenn der Broker ein kostenloses Demokonto anbietet, kannst du hier risikolos üben. Wenn du häufig unterwegs bist, ist eine Handy-App zu deiner Broker ein nützliches Werkzeug.

Eine Bank/ein Broker, der in einem EU-Land eingetragen ist, sichert dir den europäischen Anlegerschutz.

Gerade für Anfänger ist ein guter Kundenservice sehr wichtig, da hier sicher öfter Probleme auftauchen können.

Nun kann man sich persönlich in mühseliger Handarbeit auf die Suche nach dem passenden Broker machen. Das ist aber im Zeitalter der vielen Vergleichsportale nicht mehr nötig. Hier kann ich an Hand meiner Eckpunkte den für mich passenden Broker finden. Gute Vergleichsseiten findet man zum Beispiel im Onlineangebot der großen Zeitschriften wie Focus oder Spiegel. Aber auch Verivox bietet einen Vergleich an.

Wer nur in Deutschland handeln möchte und nur ab und zu ein paar Aktien oder ETFs kauf oder verkauft ist nach Focus Money zum Beispiel mit der Comdirect Bank sehr gut beraten.


comdirect

Ich habe auch bei der Comdirect angefangen. Damals gab es aber weniger Alternativen an Onlinebanken. Ich bin zufrieden und auch heute noch Nutzer. Die Sparplanangebote sind fast unschlagbar und mit der Neukundenaktion auf alle Fälle eine Empfehlung wert.

Da ich seit dem vergangenem Jahr auch im Optionshandel aktiv wurde, brauchte ich einen weiteren Broker, der mir das weltweit ermöglicht. Dafür am besten geeignet ist wohl Interactive Brokers. Der britische Broker verfügt über zahlreiche deutsche Reseller, wie CapTrader, Lynx oder Banx Broker, die das Angebot in Deutschland mit deutschem Support vertreten.

Ihr merkt, die Brokerauswahl erfordert schon etwas Arbeitsaufwand. Der optimale Broker für den persönlichen Zweck, kann auch ein Faktor für die Performance des eigenen Depots sein.

Wichtige Börsenplätze – Ein Überblick

Skyline

Als Aktienneuling in Deutschland wird man in der Regel mit dem Aktienhandel an einer deutschen Börse beginnen.

Den Handel an den Börsen unterteilt man noch in zwei Kategorien: den elektronischen Handel und den Parketthandel. Die Parkett- oder Präsenzbörse ist die klassische Form der Börse. Auf dem Parkett sind die Makler „präsent“ und schließen im persönlichen Kontakt ihre Geschäfte ab. Das kann auf eigene Rechnung oder im Auftrag von Kunden geschehen.

Im elektronischen Handel übernehmen Computerprogramme die Berechnungen und die Kommunikation. Die Computer stellen die Kurse und wickeln den Handel ab. Inzwischen wird der größte Teil des weltweiten Handels mit Wertpapieren über computergestützte Börsen abgewickelt. Das hat auch Kostenvorteile, da hier die Maklergebühren entfallen.

Für den deutschen Aktienhandel ist Frankfurt am Main der maßgebliche Börsenstandort. Hier finden wir die Frankfurter Wertpapierbörse, die elektronische Handelsplattformen Xetra und die Eurex für Finanzderivate (Futures und Optionen).

Neben Frankfurt gibt es noch Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf, Hamburg und Hannover als deutsche Börsenstandorte. Sie werden auch als Regionalbörsen bezeichnet. Dabei haben die Standorte auch Bedeutung in bestimmten Spezialbereichen. Stuttgart ist der Handelplatz von verbrieften Derivaten, wie Optionsscheinen (EUWAX). Der Handel mit Fonds nimmt an den Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover eine bedeutende Stellung ein. In Berlin ist der Sitz der Tradegate Exchange. Es war das erste deutsche elektronische, außerbörsliche Handelssystem für Wertpapiere mit sofortigen automatischen Ausführungen.

Die Börsenplätze in den USA

Die amerikanischen Börsen gelten weltweit als die bedeutendsten. Die New York Stock Exchange (NYSE) ist dabei die größte Wertpapierbörse der Welt. Durch ihren Sitz an der Wall Street in Manhatten, ist der Begriff Wall Street auch  als Synonym für die Finanzwelt schlechthin zu sehen. Die Wall Street (NYSE) wird in der Welt ach wie vor als Leitbörse gesehen.

Das Kürzel NASDAQ bezeichnet die amerikanische Technologiebörse mit Standort New York. Die NASDAQ wurde 1971 als erste vollelektronische Handelsplattform gegründet.  Der NASDAQ100-Index der weltweit beachtet wird, fasst die 100 kapitalstärksten Technologiewerte zusammen. Aktien global bekannter Technologie-Konzerne wie Microsoft oder Apple werden hier gehandelt.

Ebenfalls in New York ist der Sitz der AMEX (American Stock Exchange). Sie ist in erster Linie auf den Handel mit Optionen und börsennotierten Fonds spezialisiert. So hat zum Beispiel der AMEX Gold BUGS Index, der die internationalen Goldproduzenten zusammenfasst, hier eine Heimat gefunden.

Daneben gibt es noch die Chicago Board of Trade (kurz CBOT). Sie ist die älteste Terminbörse der Welt und wurde im Jahr 1848 gegründet. Die CBOT fusionierte 2007 mit der Chicago Mercantile Exchange zur CME Group.

Weitere wichtige Börsenplätze

Die London Stock Exchange, kurz LSE, ist die größte und älteste Börse Europas. Weiterhin findet man in der Stadt den London Bullion Market, den weltweit größten Umschlagplatz für Gold.

Die Hong Kong Stock Exchange hat sich zum bedeutendsten Börsenplatz in Asien vorgearbeitet. Wegen der exponierten Lage des Standortes Hong Kong, wird der Stadt eine wichtige Rolle als Finanz- und Wirtschaftsplatz für den Handel zwischen Asien und der westlichen Welt zugesprochen. Im Hang Seng sind die 45 größten ostasiatischen Gesellschaften der Börse gelistet.

Die Shanghai Stock Exchange gilt als die wichtigste Börse Chinas. Der SSE Composite Index (kurz auch Shanghai Composite) ist der wichtigste Aktienindex in China ohne Hongkong.

Singapur gilt als bedeutendste Drehscheibe für ostasiatische Banken und Finanzkonzerne. Die Singapore Exchange Ltd. (SGX) ist eine Termin- und Wertpapierbörse. Leitindex der Börse ist der Straits Times Index.

Tokio war früher der Finanzstandort Asiens schlechthin. Heute haben Hongkong und Singapur den Japanern längst den Rang abgelaufen. Der japanische Leitindex Nikkei der Tokyo Stock Exchange nimmt aber nach wie vor einen festen Platz in der Börsenberichterstattung ein.

Bedeutende Börsenstandorte finden wir noch in Toronto (Toronto Stock Exchange und TSX Venture Exchange), Zürich (SIX Swiss Exchange), Sydney (Australian Securities Exchange) und in Sao Paulo (Bolsa de Valores, Mercadorias & Futuros de São Paulo).

 

 

Was verstehen wir unter dem Begriff “Markt”?

Kurstafel

Der Begriff Markt kennen sie natürlich. In vielen Städten findet der meist Sonnabends auf festgelegten Plätzen, meist mit Frischwaren privater Personen statt.

Markt bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach einem ökonomischen Gut (z.B. einer Ware (Gemüse) oder Dienstleistung). Eine Aktie ist auch ein ökonomisches Gut bzw. eine Ware die gehandelt wird. Wenn wir Aktien handeln, sind wir also am Aktienmarkt aktiv. Die Summe aller Aktien der Welt würde ich als den Gesamtmarkt benennen.

Dieser Gesamtmarkt wird aufgesplittet in viele regionale Märkte. Der heute wichtigste ist der US Markt. Dann gibt es noch wichtige Regionalmärkte wie Europa oder Asien.
Natürlich gibt es in den großen Wirtschaftsnationen auch einen nationalen Markt. In Deutschland also den deutschen Markt.

Um die Bewegungen am Markt besser darstellen zu können, kategorisiert man diesen in verschiedene Indizes. Das kann neben der Einordnung nach Unternehmensgröße auch eine Einornung nach Branchen sein.
So ist der wohl jedem bekannte DAX (Deutscher Aktienindex) ein Korb mit den stärksten deutschen Aktien. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland.

In den USA sind die 30 größten Unternehmen des Landes im Dow-Jones-Index zusammengefasst. Als Beispiel für einen regionalen Index sei hier der EURO STOXX 50 genannt. Das ist ein Aktienindex, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt.

 

Zur Übersicht eine Tabelle mit einigen wichtigen Indizes:
Index Beschreibung
MSCI World Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern widerspiegelt. Er gilt als einer der wichtigsten Aktienindizes weltweit und wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI herausgegeben. Die einzelnen Aktiengesellschaften darin werden nach ihrer jeweiligen Marktkapitalisierung gewichtet.
EURO STOXX 50 Der EURO STOXX 50 ist ein Aktienindex, der sich aus 50 großen, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt. Er gilt als eines der führenden Börsenbarometer Europas. Zu unterscheiden ist er vom STOXX Europe 50, der auch europäische Unternehmen außerhalb der Eurozone enthält.
Dow Jones Industrial Average Der Dow Jones Industrial Average (kurz Dow Jones) ist einer von mehreren Aktienindizes, die von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones, Charles Dow (1851–1902) und Edward Jones (1856–1920), im Jahre 1884 geschaffen wurden.  Der Dow-Jones-Index an der New York Stock Exchange (NYSE) setzt sich heute aus 30 der größten US-Unternehmen zusammen.
S&P 500 Der S&P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Aktienindex, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Der S&P 500 ist nach der Marktkapitalisierung gewichtet und gehört zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt.
Russell 2000 Der Russell 2000 ist ein weltweit beachteter Aktienindex für Nebenwerte (Small Caps). In ihm sind die 2000 kleinsten nach Marktkapitalisierung gewichteten US-Unternehmen des Russell 3000 gelistet.
DAX Der DAX ist der bedeutendste deutsche Aktienindex. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten und (bezogen auf die Streubesitz-Marktkapitalisierung) liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland. Der Index ist ein Produkt und eingetragene Wortmarke und Bildmarke der Deutschen Börse AG, deren Aktien selbst im DAX enthalten sind.
MDAX Der MDAX (abgeleitet von Mid-Cap-DAX – Mid Cap steht für mittelgroße Unternehmen) ist ein deutscher Aktienindex. Er spiegelt die Entwicklung der 60 größten Unternehmen der klassischen Branchen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die DAX-Unternehmen folgen.
TecDAX Der TecDAX ist ein deutscher Aktienindex und wurde am 24. März 2003 eingeführt. Im TecDAX sind 30 der größten sogenannten „Technologiewerte“ in Bezug auf die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und die Börsenumsätze gelistet.
Nikkei 225 Der Nikkei 225 ist der japanische Leitindex und der bedeutendste Aktienindex Asiens. Er ist einer von mehreren Indizes der Zeitung Nihon Keizai Shimbun (Nikkei) zur Messung der Entwicklung an der Tokioter Börse und basiert auf Kursen von 225 dort gehandelten Aktiengesellschaften.
FTSE 100 Der FTSE 100 Index (umgangssprachlich: Footsie) ist der wichtigste britische Aktienindex. Die Abkürzung FTSE steht für Financial Times Stock Exchange. Der FTSE 100 zeichnet die zusammengefasste Kursentwicklung der 100 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der London Stock Exchange nach. Er bildet damit das Marktsegment der britischen Standardwerte ab und ist der Leitindex für den britischen Aktienmarkt. Er wird von der FTSE Group ermittelt, die aus einem Joint Venture der Londoner Börse mit der Financial Times hervorging.

Wie verdiene ich Geld mit Aktien?

Aktiengewinn
Warum investiere ich in Aktien?

Ich will mich als Mitbesitzer eines großen Unternehmens fühlen, kann ein Grund sein. Die aller allermeisten möchten aber aus ihrem Investment einen Gewinn erzielen.
Bei Aktien gibt es dafür zwei Möglichkeiten: So verdiene ich an dem Wertzuwachs des Unternehmens oder an den ausgeschütteten Dividenden.

Wertzuwachs

Ziel eines jeden Kaufmannes ist es, billig einzukaufen und teurer wieder zu verkaufen. Genau so ist es bei Aktien. Man versucht eine Aktie günstig zu erwerben, um sie später möglichst viel teurer wieder zu verkaufen.
Dabei ist die Zeit, wie lange man im Besitz einer Aktie bleibt sehr unterschiedlich. Ist man nur innerhalb kurzer Zeit in einer Aktie investiert, nennt man das traden. Trader halten ihre Aktien oft nur wenige Tage oder auch nur Stunden. Tradern ist dabei oft nicht so wichtig, ob die Aktie gerade günstig ist. Gut laufende Aktien kauft man auch teuer, um die Papiere noch teurer zu verkaufen.
Menschen, die Aktien für einen längeren Zeitraum kaufen, bezeichnet man im allgemeinen als Investoren. Sie geben der Aktie mehr Zeit sich positiv zu entwickeln.

Dividenden

Als Aktienbesitzer möchte ich an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt werden. Junge Unternehmen stecken ihre Gewinne aber meist in die Firmenentwicklung, um noch mehr Gewinne zu erwirtschaften. Dann sollte sich das hoffentlich in einem wachsenden Aktienkurs niederschlagen. Eine so bekannte Firma wie AMAZON zahlt bis heute keine Dividende, weil sie jeden Dollar in die Expansion steckt. Die Aktionäre wurden aber mit einer rasanten Kursentwicklung belohnt.

Ob eine Firma Dividenden zahlt, wird in der jährlichen Hauptversammlung beschlossen. Der Vorstand und Aufsichtsrat macht dazu den entsprechenden Vorschlag. Sie machen auch den Vorschlag zur Höhe der Gewinnausschüttung. Bei den meisten Aktiengesellschaften wird die festgelegte Dividende am nächste Tag an die Aktienbesitzer ausgezahlt. In Deutschland ist in der Regel dividendenberechtigt, wer am Tag der Hauptversammlung die Aktien besitzt.

Während in Deutschland die jährliche Dividende gebräuchlich ist, dominiert in den USA hingegen die Quartalsdividende. Es gibt aber auch Unternehmen, die ihre Aktionäre monatlich mit einer Dividende erfreuen. Das ist dann wie ein monatliches Gehalt auf dem Konto.

Trader schauen in der Regel nicht auf die Dividende aber Investoren lieben gute Dividendenzahler, die idealerweise diese noch jedes Jahr steigern. Viele Amerikaner haben mit diesen Dividendenaristokraten ihre Altersvorsorge aufgebaut. Das braucht verlässliche Dividendenzahler.

Der Gesamtgewinn

Der Betrag, der sich aus den Dividenden und dem Kursgewinn errechnet, ist der Gesamtgewinn.

Als Beispiel:

Sie halten eine Aktie über zehn Jahre. Diese haben sie zu einem Kurs von 100 Euro erworben. Da sie 10000 Euro Kapital hatten, konnten sie 100 Stück kaufen. Nach zehn Jahren steht der Kurs bei 150 Euro.
Ihr Endkapital ist somit 15000 Euro. Das ist eine jährliche Rendite von ca 4,1 Prozent/Jahr. Solide aber nicht übermäßig. Der DAX – auch kein Hochprozenter – schaffte ca. 8,8 Prozent. Der Dow Jones lag über 10 Prozent/Jahr im Durchschnitt.
Dazu zahlte das Unternehmen eine Dividende von 3 Euro pro Aktie und Jahr, die der Einfachheit halber nie erhöht wurde. Das ergibt nach 10 Jahren: 100 Aktien X 3 Euro X 10 Jahre =  3000 Euro.
Damit erzielten sie einen Gesamtgewinn von 8000 Euro, was eine Rendite von ca. 6 Prozent ergibt.

Das Ergebnis kann durch das Reinvestieren der Dividenden noch gesteigert werden. So entsteht ein Zinseszins-Effekt, über den wir später sprechen werden.

Wie werden Aktien gehandelt?

Deutsche Börse

Wir haben gelernt wie die Aktien an die Börse kommen. Mit der Erstnotierung steht auch fest, an welchen Börsen die Aktien gehandelt werden. In der Regel beschränkt sich der Handel erst einmal auf das Land, wo die Firma ihren Sitz hat bzw. ihre Aktien ausgegeben wurden. Global agierende, große Unternehmen werden natürlich an vielen anderen Börsen der Welt gehandelt, wenn die Nachfrage entsprechend groß ist. So sind auch amerikanische Aktien wie Microsoft, Coca-Cola, Google oder McDonald’s an deutschen Börsen handelbar.

Damit Aktien an der Börse eindeutig identifiziet werden, erhalten sie eine Wertpapierkennnummer (WKN). In der redaktionellen Berichterstattung tauchen aber meist nur die Firmennamen auf. Beim Handeln ist aber die WKN wichtig, da es von einem Unternehmen verschiedene Aktienarten geben kann. Dazu später mehr.

Im Zuge der internationalen Harmonisierung der Finanzmärkte wurde im Januar 2000 die Entscheidung getroffen, auch in Deutschland den ISIN-Standard verbindlich einzuführen. Die bisher verwendete ebenfalls eindeutige nationale Wertpapierkennnummer (WKN) wird für bekannte Wertpapiere als National Securities Identifying Number (NSIN) weiterhin benutzt.

Als Beispiel sehen die Nummern der Deutschen Telekom wie folgt aus WKN: 555750 und die ISIN: DE0005557508. Von in Deuttschland gehandelten US-Untenehmen gibt es auch eine WKN. So handelt man Coca-Cola in Deutschland mit der WKN: 850663 oder der ISIN: US1912161007.

In den USA hat jedes Unternehmen ein “Ticker-Symbol”, das ebenfals einzigartig und einmalig die Aktiengesellschaft identifiziert. So ist das Tickersymbol für Coca-Cola (KO). Alle drei Bezeichnungen für ein Unternehmen findet man zum Bespiel auf Finanzen.net.

In amerikanischen Publikationen wird das Ticker-Symbol normalerweise in Klammern und nach dem Börsenplatz, an dem es gelistet ist, aufgeführt. So kann man zum Beispiel lesen: für IBM (NYSE:IBM), Microsoft (NASDAQ:MSFT) oder für Emerson Radio (AMEX:MSN). Das bedeutet, IBM wird an der New Yorker Stock Exchange unter dem Kürzel IBM gehandelt. Das Unternehmen Microsoft wird an der NASDAQ unter dem Symbol MSFT und Emerson Radio an der American Stock Exchange unter dem Symbol MSN gehandelt.

Eine Bewegung im Aktienkurs von einem Dollar oder auch Euro nennt man Punkt. Steigt der Kurs einer Aktie zum Bespiel von 53 Dollar auf 56 Dollar bewegt, bedeutet das, die Aktie stieg um 3 Punkte.
Dabei gibt es selten glatte Kurse, denn die Aktienkurse werden auch mit hunderttel Teilen gehandelt.

Den Preis einer Aktie wird vom Markt bestimmt. Stark vereinfacht aus dem inneren Wert des Untenehmens und der Nachfrage nach den Wertpapieren.
Will man nun eine Aktie kaufen stolpert man sehr bald über zwei verschiedene Preise. Das ist einmal der Briefkurs (kurz Brief; englisch ask) und der Geldkurs (kurz Geld; englisch bid). Den Abstand zwischen den beiden Preisen nennt man Geld-Brief-Spanne (englisch bid-ask spread).

So ist der Geldkurs der höchste Preis, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, diese Aktie(n) zu kaufen. Der Briefkurs ist der niedrigste Preis, zu dem jemand bereit ist, diese Aktie(n) zu verkaufen.