Ein Produkt, das täglich 3.182 € generiert!?

Briefkasten

Jeden Tag trudeln bei mir, gefragt oder ungefragt, mindestens 10 Angebote mit exorbitanten Gewinnversprechen ein. So auch heute dieses 3.182 € / Tag Angebot.

Schönen Tag, Stellen Sie sich vor, Sie könnten jeden Monat ein zusätzliches Gehalt verdienen. Alles nur mit Ihrem Computer und Ihrer Maus, neben Ihrem derzeitigen Job. Und vielleicht müssen Sie mit der Zeit nie wieder früh aufstehen und haben die grenzenlose Freiheit, die wir alle gerne hätten. All das kann Ihnen gehören, wenn Sie der neuesten und heißesten Bewegung beitreten: >der Semantic Investment App< …

Normalerweise klicke ich diese Angebote weg und verfolge diese nie weiter. Und wer glaubt diesen Versprechungen schon wirklich? Klar 3.182 € pro Tag sind möglich – aber mit welchem Ausgangskapital!?

Heute habe ich mir aber mal die Zeit genommen und ein wenig geforscht was dahinter steckt.

Die Anfangsaussage macht sicher neugierig, wenn auch vollkommen realitätsfremt. Dass das aber funktioniert, wird durch “Erfahrungsbeichte” von “Nutzern” des Systems/App untermauert.

Peter Schuster, Bonn
Die erste Online-Trading-Lösung, die bei mir wirklich funktioniert. Ich habe mit nur 250 € begonnen und jetzt habe ich über 4.560 € auf meinem Konto.

Was von diesen “Erfahrungsberichten” zu halten ist erkennt man, wenn man auf die englische Seite klickt. Da wird aus Peter Schuster plötzlich Joseph Brown. Auf der italienischen Seite ist es dann Marco Gallo aus Catanzaro. Immer ist es aber das gleiche Foto für den Berichterstatter mit den vielen Namen.

Auch auf der französischen Seite das gleiche Spiel. Die Firma möchte also weltweit agieren.

Um den Druck aus die Interessenten auszuüben zeigt ein Zähler in “Echtzeit”, wie viele Anmeldungen heut nur noch möglich sind. Löscht man seine Cookies und startet den Browser neu, beginnt der Zähler wieder von vorn. Aber keine Bange, der Zähler stoppt bei zwei!

Was ist also das Ziel dieser breit angelegten Werbeaktion? Nach meinen Recherchen geht es darum, viele Nutzer für einen Broker zu aquirieren. Es soll sich um den BrokerStox Market” handeln, der seinen Sitz auf der Karibik-Insel “Dominica” haben soll. Hinter der Semantic Investment App steht ein gewisser Roger J. Greco, der sich jedoch dezent im Hintergrund hält und in keinem Video zur App erscheint. Diese App funktioniert aber nur, wenn die 250 Euro Mindestbetrag auf dem Konto eingegangen sind.

Ich möchte diesen Test nicht weiter führen und kann somit nicht aus praktischer Erfahrung sprechen. Aber Geld bei einem unregulierten Broker in der Karibik anlegen? Wer dieses Testgeld zur Verfügung hat – OK. Was ist mit den Riesengewinnen? Bekomme ich die auch nach Deutschland transferiert?

Wenn jemand schon Erfahrungen gemacht hat und bereit ist diese zu teilen, dann nutzt doch die Kommentarmöglichkeit unter dem Beitrag. Positiv oder negativ – ich bin gespannt!

Update: (August 2019)

Da WordPress mich auf fehlerhafte Links hinweist, bekam ich die Meldung, dass der Server nicht mehr gefunden wird. Die Links laufen alle in Leere. Den Broker gibt es noch. Entweder hat der die Praxis unterbunden oder man ist auf eine andere Domain umgezogen.

Sparen durch Cashback bei seiner Bank

Ein Cashback-System (englisch cash back, wörtlich „Bargeld zurück“ oder „Geld zurück“) ist ein Bonusprogramm, das sich von klassischen Bonusprogrammen wie DeutschlandCard und Payback unterscheidet. Dem Kunden wird der Bonus direkt als Geldbetrag ausgewiesen. So kann er einfacher sehen, wie viel Ersparnis das Cashback-System je Einkauf gebracht hat.

Cashback Portale gibt es einige auf dem deutschen Markt. So findet man Anbieter wie Shoop, Sorgenlos oder auch Getmore. Alles tolle Portale, bei denen man sich nur anmelden muss und schon kann man die Boni kassieren. Einen Nachteil haben wohl die meisten dieser Portale – sie haben oft hohe Auszahlhürden. Bei Sorgenlos sind es zum Beispiel 20 Euro. Da braucht man schon einige große Einkäufe, um das Konto zu füllen.

Seit wenigen Wochen nutze ich ein, wie ich finde, besseres Angebot. Meine Online-Bank, bei der ich schon zu Zeiten der Neuen-Markt-Blase Aktien gehandelt habe, bietet mir diese Alternative – die Comdirect Bank. *)

Also, wer mit Aktien, ETFs oder anderen Wertpapieren handeln möchte, benötigt ohnehin einen Broker. Warum nicht ein Depot beim Testsieger? Mit diesem Angebot hat die Comdirect*) einen Pluspunkt mehr auf der comdirectHabenseite.

Die Bank schreibt dazu:

Mit dem comdirect Bonus-Sparen ist der Einstieg in die Wertpapieranlage ganz einfach und schon mit kleinen Beträgen möglich: Sie können für jeden Einkauf und jede Reisebuchung bei unseren Online-Partnershops einen Bonus erhalten – und wir legen die gesammelten Gutschriften für Sie in einen Fonds an. So macht Sparen richtig Spaß.

  • Lieblingsshops für jeden Ihrer Wünsche: Sammeln Sie Ihre Boni bei aktuell über 800 namhaften Online-Partnern.
  • Von jedem Einkauf profitieren: Sichern Sie sich bei jedem Einkauf und jeder gebuchten Reise bis zu 20 % Bonus
  • Bequeme Geldanlage: Wir legen Ihre Gutschriften automatisch für Sie im Indexfonds ComStage Vermögensstrategie (WKN ETF701) an
  • Kostenlos: Für die Teilnahme am Bonus-Sparen zahlen Sie nichts

Bei den 800 Shops sind wirklich (fast) alle großen Shops, bei denen man Geld lassen kann dabei. Leider ist Amazon nicht mit im Boot, wo viele gern einkaufen würden. Aber mit Ebay, Otto, Saturn, MediaMarkt usw. und den großen Vergleichsportalen Verivox und Check24 bleiben kaum Wünsche offen.

Praktisch sieht das aus eigener Erfahrung so aus.

Ich kaufe bei CONRAD ein kleines Teil für 4,28 € und bekomme 0,18 € gutgeschrieben. Das sind über 4% vom Einkauf zurück. Wenn CONRAD den Kauf bestätigt hat, wird der Betrag freigegeben und meinem Konto gutgeschrieben. Sind dann mindesten 10 Euro aufgelaufen, werden Anteile vom ETF701 in das Depot gebucht. Das Gute daran ist, es fallen keine Ordergebühren an. So baut man sich ein Vermögen auf, aus Dingen, die man ohnehin gekauft hätte.

Reiseanbieter sind auch im Bonuspool. Da für den Jahresurlaub schnell mal ein Tausender und mehr zusammenkommen, ist der Bonus auch dementsprechend.

Gelegenheiten gibt es viele. Jetzt zum Jahresende werden wieder die KFZ-Versicherungen fällig. Wenn die Gesellschaften ihre Preise erhöhen, ist eine gute Gelegenheit zum Wechseln.

Oder wie ich schon in einem Beitrag geschrieben habe, sollten meine Stromkosten um 26 Prozent steigen. Bei Check24 einen günstigeren Anbieter gesucht und noch fast 15 Euro Bonus eingestrichen.

Ich kaufe Online nur noch mit Bonus. Geld, das man einfach nur aufsammeln muss.

 

Wie werden Aktien gehandelt?

Deutsche Börse

Wir haben gelernt wie die Aktien an die Börse kommen. Mit der Erstnotierung steht auch fest, an welchen Börsen die Aktien gehandelt werden. In der Regel beschränkt sich der Handel erst einmal auf das Land, wo die Firma ihren Sitz hat bzw. ihre Aktien ausgegeben wurden. Global agierende, große Unternehmen werden natürlich an vielen anderen Börsen der Welt gehandelt, wenn die Nachfrage entsprechend groß ist. So sind auch amerikanische Aktien wie Microsoft, Coca-Cola, Google oder McDonald’s an deutschen Börsen handelbar.

Damit Aktien an der Börse eindeutig identifiziet werden, erhalten sie eine Wertpapierkennnummer (WKN). In der redaktionellen Berichterstattung tauchen aber meist nur die Firmennamen auf. Beim Handeln ist aber die WKN wichtig, da es von einem Unternehmen verschiedene Aktienarten geben kann. Dazu später mehr.

Im Zuge der internationalen Harmonisierung der Finanzmärkte wurde im Januar 2000 die Entscheidung getroffen, auch in Deutschland den ISIN-Standard verbindlich einzuführen. Die bisher verwendete ebenfalls eindeutige nationale Wertpapierkennnummer (WKN) wird für bekannte Wertpapiere als National Securities Identifying Number (NSIN) weiterhin benutzt.

Als Beispiel sehen die Nummern der Deutschen Telekom wie folgt aus WKN: 555750 und die ISIN: DE0005557508. Von in Deuttschland gehandelten US-Untenehmen gibt es auch eine WKN. So handelt man Coca-Cola in Deutschland mit der WKN: 850663 oder der ISIN: US1912161007.

In den USA hat jedes Unternehmen ein “Ticker-Symbol”, das ebenfals einzigartig und einmalig die Aktiengesellschaft identifiziert. So ist das Tickersymbol für Coca-Cola (KO). Alle drei Bezeichnungen für ein Unternehmen findet man zum Bespiel auf Finanzen.net.

In amerikanischen Publikationen wird das Ticker-Symbol normalerweise in Klammern und nach dem Börsenplatz, an dem es gelistet ist, aufgeführt. So kann man zum Beispiel lesen: für IBM (NYSE:IBM), Microsoft (NASDAQ:MSFT) oder für Emerson Radio (AMEX:MSN). Das bedeutet, IBM wird an der New Yorker Stock Exchange unter dem Kürzel IBM gehandelt. Das Unternehmen Microsoft wird an der NASDAQ unter dem Symbol MSFT und Emerson Radio an der American Stock Exchange unter dem Symbol MSN gehandelt.

Eine Bewegung im Aktienkurs von einem Dollar oder auch Euro nennt man Punkt. Steigt der Kurs einer Aktie zum Bespiel von 53 Dollar auf 56 Dollar bewegt, bedeutet das, die Aktie stieg um 3 Punkte.
Dabei gibt es selten glatte Kurse, denn die Aktienkurse werden auch mit hunderttel Teilen gehandelt.

Den Preis einer Aktie wird vom Markt bestimmt. Stark vereinfacht aus dem inneren Wert des Untenehmens und der Nachfrage nach den Wertpapieren.
Will man nun eine Aktie kaufen stolpert man sehr bald über zwei verschiedene Preise. Das ist einmal der Briefkurs (kurz Brief; englisch ask) und der Geldkurs (kurz Geld; englisch bid). Den Abstand zwischen den beiden Preisen nennt man Geld-Brief-Spanne (englisch bid-ask spread).

So ist der Geldkurs der höchste Preis, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, diese Aktie(n) zu kaufen. Der Briefkurs ist der niedrigste Preis, zu dem jemand bereit ist, diese Aktie(n) zu verkaufen.

Warum ermöglichen uns Unternehmen die Beteiligung durch Aktien?

Unternehmen

Braucht ein Unternehmer frisches Geld, etwa für Investitionen in neue Anlagen, Standorte oder Geschäftsfelder, kann eine Bank dieses Kapital bereitstellen. Die Bank wäre dann der alleinige Gläubiger.

Das Unternehmen kann seinen Finanzierungsbedarf aber auch auf viele Schultern verteilen. Die Firma geht an die Börse. Das ist bei hohem Kapitalbedarf oft der einzig gangbare Weg. Für den Kapitalmarkt, muss es einen Anteil am Grundkapital gestückelt in Aktien verkaufen. Dieses an die Börse gehen wird dabei von Banken begleitet, die helfen die Aktien an der Börse zu platzieren. Von der begleitenden Bank wird dann die Preisspanne festgelegt, in der der Börsenstart erfolgen soll.

Jetzt können Anleger ihr Interesse an den neuen Aktien bekunden. Innerhalb einer Zeichnungsfrist können Anleger die Aktie zeichnen. Ob man dann tatsächlich Anteile bekommt, liegt an der Nachfrage an den neuen Wertpapieren. Gibt es mehr Interessenten als überhaupt Aktien ausgegeben werden, gilt die Aktie als überzeichnet. Wie dann die Aktien verteilt werden, legt das Unternehmen dann mit der Bank fest. Das kann sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Möglichkeiten sind eine Verlosung, die prozentuale Verteilung oder die Begrenzung auf gewisse Interessengruppen.

Die Nachfrage bestimmt auch den Preis, zu dem die Aktien am Starttag verkauft werden. Innerhalb der festgelegten Spanne kann dann der Erstausgabepreis bestimmt werden.
Bei stark nachgefragten Unternehmen kann der Preis der Aktie schon am ersten Handelstag um mehrere Prozent steigen. Man nennt das dann Zeichnungsgewinne.

Ab jetzt kann jeder mit Zugang zur Börse diese Aktie kaufen und verkaufen.