Warum ermöglichen uns Unternehmen die Beteiligung durch Aktien?

Unternehmen

Braucht ein Unternehmer frisches Geld, etwa für Investitionen in neue Anlagen, Standorte oder Geschäftsfelder, kann eine Bank dieses Kapital bereitstellen. Die Bank wäre dann der alleinige Gläubiger.

Das Unternehmen kann seinen Finanzierungsbedarf aber auch auf viele Schultern verteilen. Die Firma geht an die Börse. Das ist bei hohem Kapitalbedarf oft der einzig gangbare Weg. Für den Kapitalmarkt, muss es einen Anteil am Grundkapital gestückelt in Aktien verkaufen. Dieses an die Börse gehen wird dabei von Banken begleitet, die helfen die Aktien an der Börse zu platzieren. Von der begleitenden Bank wird dann die Preisspanne festgelegt, in der der Börsenstart erfolgen soll.

Jetzt können Anleger ihr Interesse an den neuen Aktien bekunden. Innerhalb einer Zeichnungsfrist können Anleger die Aktie zeichnen. Ob man dann tatsächlich Anteile bekommt, liegt an der Nachfrage an den neuen Wertpapieren. Gibt es mehr Interessenten als überhaupt Aktien ausgegeben werden, gilt die Aktie als überzeichnet. Wie dann die Aktien verteilt werden, legt das Unternehmen dann mit der Bank fest. Das kann sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Möglichkeiten sind eine Verlosung, die prozentuale Verteilung oder die Begrenzung auf gewisse Interessengruppen.

Die Nachfrage bestimmt auch den Preis, zu dem die Aktien am Starttag verkauft werden. Innerhalb der festgelegten Spanne kann dann der Erstausgabepreis bestimmt werden.
Bei stark nachgefragten Unternehmen kann der Preis der Aktie schon am ersten Handelstag um mehrere Prozent steigen. Man nennt das dann Zeichnungsgewinne.

Ab jetzt kann jeder mit Zugang zur Börse diese Aktie kaufen und verkaufen.